Mitarbeitervorsorge · Nachhaltigkeit

Nachhaltige betriebliche Altersvorsorge.

Betriebliche Altersvorsorge legt Geld für Jahrzehnte an. Wo dieses Geld landet, ist damit eine Entscheidung des Arbeitgebers — und für einen wachsenden Teil der Belegschaft ein sichtbares Zeichen. Nachhaltige bAV verbindet beides, ohne beim Ertrag zu kapitulieren.

Sie wissen, was Sie brauchen

Nachweis, Angebot oder konkrete Frage

Schildern Sie kurz Ihren Betrieb und worum es geht. Wenn es schneller gehen soll, rufen Sie an — dann klären wir es im Gespräch.

Sie wollen es erst verstehen

Was wirklich drinsteht — und was nicht

Weiter unten steht, woran die Deckung im Schadenfall am häufigsten scheitert, welche Pflichten Sie treffen und worauf es im Vertrag ankommt.

Wenn es ernst wird

Typische Schadenfälle

Belegschaft fragt nach

Jüngere Mitarbeitende wollen wissen, worin ihr Vorsorgekapital angelegt ist. Wer darauf keine Antwort hat, verschenkt die Wirkung des Benefits.

Nachhaltigkeitsbericht verlangt Angaben

Berichtspflichten erfassen zunehmend auch die betriebliche Vorsorge. Die Kapitalanlage der bAV gehört dann zur eigenen Berichtslage.

Greenwashing im Tarif

Ein Fonds trägt das Wort nachhaltig im Namen, hält aber breite Standardindizes. Ohne Blick in die Anlagerichtlinie bleibt das Etikett folgenlos.

Vereinfachte Beispiele zur Veranschaulichung. Der konkrete Versicherungsschutz und die Leistungen richten sich nach Tarif, Ausschlüssen, Obliegenheiten und der vereinbarten Deckung — das prüfen wir im Einzelfall für Sie.

Was ist versichert?

Für wen ist sie sinnvoll?

Für Arbeitgeber, die eine bAV neu aufsetzen oder eine bestehende überprüfen — besonders bei junger Belegschaft, im Wettbewerb um Fachkräfte oder bei bereits formulierten Nachhaltigkeitszielen.

Was kostet sie?

Die Kostenstruktur unterscheidet sich nicht grundsätzlich von der klassischen bAV. Nachhaltige Anlagekonzepte sind weder pauschal teurer noch pauschal ertragsschwächer — entscheidend ist der konkrete Tarif. Wir vergleichen Kosten und Anlagerichtlinie nebeneinander.

Warum über einen Makler?

Wir vergleichen den Markt unabhängig, prüfen die Bedingungen im Detail und stehen Ihnen im Schadenfall zur Seite. Die Beratung ist für Sie unverbindlich; vergütet werden wir über die Versicherer. Erst nehmen wir Ihr Risiko auf — dann empfehlen wir.

Im Detail

Was „nachhaltig“ in der Kapitalanlage tatsächlich bedeutet

Nachhaltigkeit ist in der Geldanlage kein geschützter Begriff mit einer einzigen Definition. Deshalb ist die erste Frage nicht, ob ein Tarif nachhaltig ist, sondern nach welchem Verfahren ausgewählt wurde. In der Praxis kommen drei Ansätze vor, meist kombiniert:

  • Ausschlusskriterien. Bestimmte Geschäftsfelder werden ausgeschlossen — typischerweise Rüstung, Kohle, Tabak, Glücksspiel, Verstöße gegen Arbeitsrechtsnormen. Das ist das am leichtesten prüfbare Verfahren und der Mindeststandard, den wir ansetzen.
  • Best-in-Class. Innerhalb einer Branche wird in die Unternehmen mit der besten ESG-Bewertung investiert. Das führt dazu, dass auch Branchen enthalten sein können, die man beim Wort „nachhaltig“ nicht erwartet — ein Punkt, den man Mitarbeitern vorher erklären sollte, nicht hinterher.
  • Positivauswahl und Wirkung. Gezielte Investition in Bereiche wie erneuerbare Energien, Wasser, Bildung oder Gesundheitsinfrastruktur.

Rechtlich sortiert die EU-Offenlegungsverordnung Produkte danach, ob sie ökologische und soziale Merkmale bewerben (Artikel 8) oder eine nachhaltige Investition zum Ziel haben (Artikel 9). Diese Einordnung steht in den Unterlagen — wir zeigen sie Ihnen, statt mit einem grünen Deckblatt zu argumentieren.

Unsicher, ob das auf Ihren Betrieb zutrifft?Wir sehen uns Ihre bestehende Police an und sagen Ihnen, welche dieser Punkte darin geregelt sind — auch wenn daraus kein Wechsel folgt.

Im Detail

Wo die grüne bAV hält, was sie verspricht — und wo nicht

Was für den Betrieb spricht: Eine nachhaltige Versorgungszusage ist einer der wenigen Nachhaltigkeitsbeiträge, die ein Unternehmen leisten kann, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen — das Geld wird ohnehin angelegt, nur eben anders. Für Betriebe mit Berichtspflicht nach der CSRD kommt hinzu, dass die Kapitalanlage der Versorgungszusagen berichtsrelevant sein kann. Und in der Personalgewinnung ist es ein Argument, das jüngere Bewerber tatsächlich nachfragen.

Was wir ebenso deutlich sagen: Die Rendite einer nachhaltigen Anlage ist nicht per se besser oder schlechter, aber sie ist anders verteilt. Wer ganze Branchen ausschließt, verzichtet auf deren Wertentwicklung — in manchen Jahren ist das ein Vorteil, in anderen kostet es. Zweitens sind die Fondskosten in nachhaltigen Tarifen häufig etwas höher, weil Analyse und Prüfung aufwendiger sind. Drittens ändern Anbieter ihre Kriterien; ein Tarif, der heute streng ausschließt, kann in fünf Jahren anders aufgestellt sein. Deshalb gehört die Nachhaltigkeit eines Vertrags in die turnusmäßige Prüfung und nicht nur in die Abschlussberatung.

Im Detail

Wie wir eine nachhaltige Versorgung im Betrieb aufsetzen

Der Ablauf unterscheidet sich nicht von einer klassischen bAV — nur die Auswahlkriterien kommen hinzu:

  • Anspruch klären. Was soll ausgeschlossen sein, was soll gefördert werden? Diese Antwort muss aus dem Betrieb kommen, nicht vom Vermittler — sonst passt sie nicht zu dem, was Sie nach außen vertreten.
  • Tarife nach Verfahren vergleichen, nicht nach Bezeichnung. Wir legen offen, welcher Anbieter nach welchem Verfahren auswählt und wo die Ausschlüsse enden.
  • In die Versorgungsordnung schreiben. Wenn Nachhaltigkeit ein Versprechen an die Belegschaft ist, gehört sie in die Ordnung — sonst ist sie beim nächsten Tarifwechsel weg.
  • Mitarbeiter verständlich informieren. Der Nutzen dieses Bausteins entsteht erst, wenn die Belegschaft weiß, dass es ihn gibt und was er bedeutet.

Wenn Sie zusätzlich privat nachhaltig vorsorgen oder anlegen möchten, ordnen wir das im selben Gespräch ein — Betrieb und Person hängen wirtschaftlich zusammen, und getrennte Beratungen führen regelmäßig zu doppelten oder widersprüchlichen Verträgen.

Woran es scheitert

Woran Sie einen belastbaren nachhaltigen Tarif erkennen

Weil „nachhaltig“ kein geschützter Begriff ist, hilft nur die Prüfung der Unterlagen. Diese fünf Fragen stellen wir jedem Anbieter, und die Antworten legen wir Ihnen offen:

  • Nach welcher Einstufung der Offenlegungsverordnung läuft das Produkt — Artikel 8 (bewirbt ökologische oder soziale Merkmale) oder Artikel 9 (nachhaltige Investition als Ziel)? Der Unterschied ist erheblich und steht in den Vorvertraglichen Informationen.
  • Welche Ausschlüsse gelten konkret — und ab welchem Umsatzanteil? Ein Ausschluss von Kohle „ab 30 Prozent Umsatzanteil“ ist etwas anderes als ein vollständiger.
  • Wer prüft? Eigene Bewertung des Versicherers oder eine externe Ratingagentur? Externe Prüfung ist nachvollziehbarer.
  • Wie oft wird überprüft und was passiert, wenn ein Investment die Kriterien verletzt — Verkauf oder Dialog mit dem Unternehmen?
  • Was kostet es? Nachhaltige Fonds haben häufig etwas höhere laufende Kosten. Über 30 Jahre Laufzeit summiert sich das; die Frage ist, ob der Unterschied im Verhältnis zum Anspruch steht.

Was wir nicht tun: einen Tarif als nachhaltig verkaufen, weil er so heißt. Wenn ein klassischer Tarif für Ihre Belegschaft die bessere Vorsorge ist, sagen wir das — und Sie entscheiden, ob Ihnen der Nachhaltigkeitsanspruch die Unterschiede wert ist.

Im Detail

Wie Sie es der Belegschaft erklären

Der Nutzen dieses Bausteins entsteht erst, wenn die Mitarbeitenden verstehen, was er bedeutet — und wenn die Erklärung ehrlich ist. Drei Sätze, die wir in jeder Belegschaftsinformation unterbringen: dass ihr Geld nach definierten Kriterien angelegt wird und welche das sind; dass Best-in-Class-Verfahren dazu führen können, dass auch unerwartete Branchen enthalten sind; und dass Nachhaltigkeit weder eine Rendite-Garantie noch ein Rendite-Verzicht ist. Wer das vorher sagt, muss es später nicht erklären.

360 Grad heisst: Betrieb und Inhaber in einer Betrachtung.

Wir sichern nichts ab, bevor wir es verstanden haben — und wir trennen dabei nicht kuenstlich zwischen Unternehmen und Unternehmer. Faellt der Inhaber aus, steht der Betrieb still; haftet die Geschaeftsfuehrung persoenlich, ist das Privatvermoegen betroffen. Wer beide Seiten einzeln betreuen laesst, bekommt Doppelungen an der einen und Luecken an der anderen Stelle. Deshalb nehmen wir Gewerbe, Mitarbeitervorsorge und private Absicherung in einem Aufwasch auf — und begruenden jede Empfehlung an Ihrem konkreten Risiko, nicht an einem Produktkatalog.

Wie wir arbeiten →  ·  Privat & Vorsorge für Unternehmer →

Häufige Fragen

Nachhaltige bAV — kurz erklärt

Bringt eine nachhaltige bAV weniger Rendite?

Das lässt sich nicht pauschal sagen und ist auch nicht die richtige Frage. Entscheidend sind Kostenquote, Anlagestrategie und Laufzeit — bei nachhaltigen wie bei klassischen Tarifen. Wir stellen die konkreten Angebote nebeneinander, statt mit einer Grundsatzbehauptung zu arbeiten.

Woran erkenne ich echte Nachhaltigkeit?

An der Anlagerichtlinie, nicht am Namen. Aussagekräftig sind konkrete Ausschlusskriterien, ein nachvollziehbarer Auswahlprozess und regelmäßige Berichte darüber, was tatsächlich im Portfolio liegt. Fehlt das, ist „nachhaltig“ ein Etikett — und wir sagen das auch.

Ändert sich etwas an Steuer und Sozialabgaben?

Nein. Die Förderung hängt am Durchführungsweg, nicht an der Kapitalanlage. Entgeltumwandlung, Arbeitgeberzuschuss und die steuerliche Behandlung bleiben identisch.

Können wir eine bestehende bAV umstellen?

Häufig ja, abhängig vom Durchführungsweg und den Zusagen. Laufende Verträge lassen sich nicht immer ändern, neue Zusagen aber sehr wohl nachhaltig gestalten. Wir prüfen den Bestand und zeigen, was ohne Nachteil für die Mitarbeitenden geht.

Kostet eine nachhaltige Anlage Rendite?

Pauschal nein, aber die Wertentwicklung verteilt sich anders. Wer ganze Branchen ausschließt, verzichtet auf deren Entwicklung — in manchen Jahren ist das ein Vorteil, in anderen kostet es. Hinzu kommen häufig etwas höhere Fondskosten, weil Analyse und Prüfung aufwendiger sind. Wir legen beides offen, statt Nachhaltigkeit als kostenlosen Zusatznutzen darzustellen.

Können wir eine bestehende bAV auf nachhaltige Anlage umstellen?

Häufig ja, und meist ohne den Vertrag zu wechseln. Viele Anbieter erlauben einen Wechsel der Fondsanlage innerhalb der bestehenden Police — das ist der einfachste Weg, weil Vertragsstand, Garantien und Konditionen erhalten bleiben. Ein Anbieterwechsel lohnt sich nur, wenn der bisherige Versicherer gar keine geeigneten Fonds führt; dabei gehen Vertragsvorteile älterer Tarife allerdings oft verloren. Wir prüfen zuerst den Umschichtungsweg und sagen offen, wenn ein Wechsel mehr kostet als er bringt.

Betreuen Sie auch Betriebe außerhalb von Köln?

Ja. Unser Sitz ist Köln (Fritz-Hecker-Straße 94, 50968 Köln), betreut werden Betriebe bundesweit. Im Rheinland beraten wir regelmäßig persönlich vor Ort, außerhalb per Video und Telefon. Am Ablauf ändert das nichts — nur die Anfahrt entfällt.

Kommen Sie für ein Erstgespräch in unseren Betrieb?

Im Raum Köln, Bonn, Düsseldorf und Leverkusen regelmäßig — viele Risiken sieht man erst vor Ort: Lager, Maschinen, Abläufe, Zufahrten. Außerhalb des Rheinlands starten wir per Video und kommen dann, wenn die Sache es erfordert. Sie erreichen uns unter 0221 169205 99.

Vorsorge, die zu Ihrem Unternehmen passt.

Wir sehen uns an, was Sie heute abgesichert haben, wo Lücken sind und was davon wirklich dringend ist — kostenlos und unverbindlich.

  • Unabhängiger Marktvergleich
  • Kein Ausschließlichkeitsvertrieb
  • Versicherungsmakler nach §34d GewO

Im Erstgespräch geht es um Ihr Risiko, nicht um einen Abschluss. Sie bekommen eine Einordnung — ob daraus ein Vertrag wird, entscheiden Sie später.

Kontakt

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