Gewerbeversicherung · Managerhaftung

D&O-Versicherung (Managerhaftung).

Geschäftsführer und Vorstände haften für Pflichtverletzungen mit ihrem gesamten Privatvermögen — unbegrenzt. Eine falsche Entscheidung, ein übersehenes Risiko, und die Forderung richtet sich gegen Sie persönlich. Die D&O-Versicherung schützt die Verantwortlichen und das Unternehmen gleichermaßen.

D&O-Versicherung – abgesichert
Sie wissen, was Sie brauchen

Nachweis, Angebot oder konkrete Frage

Schildern Sie kurz Ihren Betrieb und worum es geht. Wenn es schneller gehen soll, rufen Sie an — dann klären wir es im Gespräch.

Sie wollen es erst verstehen

Was wirklich drinsteht — und was nicht

Weiter unten steht, woran die Deckung im Schadenfall am häufigsten scheitert, welche Pflichten Sie treffen und worauf es im Vertrag ankommt.

Wenn es ernst wird

Typische Schadenfälle

Fehlentscheidung mit Folgen

Eine Managemententscheidung führt zu einem finanziellen Schaden für das Unternehmen. Der Geschäftsführer wird persönlich in Regress genommen — die D&O schützt sein Privatvermögen.

Anspruch von Gesellschaftern

Gesellschafter machen die Geschäftsführung für einen Vermögensschaden verantwortlich. Die D&O übernimmt die Abwehr und, falls berechtigt, die Regulierung.

Verletzte Aufsichtspflicht

Ein Versäumnis in Compliance oder Aufsicht führt zu einem Schaden. Auch hier greift die Absicherung der Organe.

Vereinfachte Beispiele zur Veranschaulichung. Der konkrete Versicherungsschutz und die Leistungen richten sich nach Tarif, Ausschlüssen, Obliegenheiten und der vereinbarten Deckung — das prüfen wir im Einzelfall für Sie.

Was ist versichert?

Für wen ist sie sinnvoll?

Für GmbHs, AGs, Vereine und Startups mit angestellter Geschäftsführung — überall, wo Personen Leitungsverantwortung tragen und dafür persönlich haften.

Was kostet sie?

Die Prämie richtet sich nach Unternehmensgröße, Branche und Deckungssumme. Wir vergleichen die Bedingungen unabhängig — bei der D&O steckt vieles im Kleingedruckten.

Warum über einen Makler?

Wir vergleichen den Markt unabhängig, prüfen die Bedingungen im Detail und stehen Ihnen im Schadenfall zur Seite. Die Beratung ist für Sie unverbindlich; vergütet werden wir über die Versicherer. Erst nehmen wir Ihr Risiko auf — dann empfehlen wir.

Branchenwissen

Worauf es bei der D&O ankommt

Geschäftsführer haften mit dem Privatvermögen

Die Haftungsbeschränkung der GmbH schützt das Unternehmen, nicht die Geschäftsführung. Bei Pflichtverletzungen haftet diese persönlich und unbegrenzt — auch für Fehler, die im Tagesgeschäft entstehen.

Die eigene Gesellschaft ist der häufigste Anspruchsteller

Anders als oft angenommen kommen die meisten Forderungen nicht von außen, sondern aus dem Unternehmen selbst: von Gesellschaftern, Nachfolgern oder einem Insolvenzverwalter. Die Innenhaftung ist deshalb der Kern jeder D&O.

Nach dem Ausscheiden läuft die Haftung weiter

Ansprüche verjähren erst nach Jahren. Wer ausscheidet oder das Unternehmen verkauft, braucht eine Nachmeldefrist — sonst steht er ohne Deckung da, wenn ein alter Vorgang aufgerollt wird.

Innen- und Außenhaftung sind zwei verschiedene Dinge

Außenhaftung heißt: Dritte nehmen die Geschäftsführung persönlich in Anspruch. Innenhaftung heißt: die eigene Gesellschaft, ihre Gesellschafter oder ein Insolvenzverwalter fordern Ersatz. Die Innenhaftung ist der häufigere Fall und der eigentliche Kern jeder D&O.

Rückwärtsdeckung und Nachmeldefrist

D&O funktioniert nach dem Anspruchserhebungsprinzip: maßgeblich ist, wann der Anspruch geltend gemacht wird, nicht wann der Fehler passierte. Die Rückwärtsdeckung erfasst Pflichtverletzungen vor Vertragsbeginn, die Nachmeldefrist Ansprüche nach Vertragsende. Ohne beides entsteht eine Lücke, die niemand bemerkt, bis sie greift.

Selbstbehalt und gemeinsame Versicherungssumme

Bei Aktiengesellschaften schreibt § 93 Abs. 2 AktG einen Selbstbehalt für Vorstände vor; er lässt sich privat gegenversichern. Die Versicherungssumme steht in aller Regel allen versicherten Personen gemeinsam zur Verfügung — bei mehreren Geschäftsführern ist sie schneller aufgebraucht, als die Zahl vermuten lässt.

Woran es scheitert

Woran es bei der D&O im Ernstfall hängt

Die D&O ist anders gebaut als die meisten gewerblichen Policen. Wer sie wie eine Betriebshaftpflicht liest, übersieht genau die Punkte, an denen sie im Ernstfall nicht greift:

Sie folgt dem Claims-made-Prinzip

Entscheidend ist nicht, wann der Fehler passiert ist, sondern wann der Anspruch erhoben und gemeldet wird. Ohne vereinbarte Rückwärtsdeckung sind Pflichtverletzungen aus der Zeit vor Vertragsbeginn nicht versichert — und die meisten Ansprüche betreffen zurückliegende Entscheidungen.

Die Nachmeldefrist endet zu früh

Wer aus der Geschäftsführung ausscheidet, wird oft erst Jahre später in Anspruch genommen. Läuft die Police weiter, ist der Ausgeschiedene nur innerhalb der Nachmeldefrist geschützt. Diese Frist ist bei Ausscheiden, Verkauf oder Liquidation die wichtigste Zahl im Vertrag — wichtiger als die Deckungssumme.

Der Insolvenzverwalter ist der häufigste Kläger

Nicht der Wettbewerber und selten der Gesellschafter: In der Praxis kommt der Anspruch meist vom Insolvenzverwalter, der Zahlungen nach Eintritt der Insolvenzreife zurückfordert. Diese Haftung trifft die Geschäftsführung persönlich und in voller Höhe. Ob die Police in der Insolvenz noch zur Verfügung steht, gehört deshalb ausdrücklich geprüft.

Vorsatz und wissentliche Pflichtverletzung sind ausgeschlossen

Das ist die harte Grenze jeder D&O und keine Verhandlungssache. Wichtig ist der Unterschied zur Praxis: Bis zur rechtskräftigen Feststellung übernimmt der Versicherer in der Regel die Abwehrkosten. Genau dieser passive Rechtsschutz ist der Teil, der am häufigsten gebraucht wird — die Abwehr, nicht die Zahlung.

Unsicher, ob das auf Ihren Betrieb zutrifft?Wir sehen uns Ihre bestehende Police an und sagen Ihnen, welche dieser Punkte darin geregelt sind — auch wenn daraus kein Wechsel folgt.

Pflichten

Innenhaftung oder Außenhaftung — wer wirklich klagt

Die verbreitete Vorstellung ist, ein geschädigter Dritter verklage den Geschäftsführer. Tatsächlich kommt der Anspruch weit überwiegend aus dem eigenen Haus.

Innenhaftung heißt: Die Gesellschaft selbst nimmt ihr Organ in Anspruch — vertreten durch neue Gesellschafter, einen Nachfolger oder eben den Insolvenzverwalter. Das ist der Regelfall. Sie ist unangenehm, weil die Gesellschaft dieselben Unterlagen kennt wie der Beklagte, und weil sie oft erst Jahre nach der Entscheidung geltend gemacht wird.

Außenhaftung — Ansprüche Dritter wie Gläubiger, Finanzamt oder Sozialversicherungsträger — ist seltener, dafür schneller existenzbedrohend, etwa bei nicht abgeführten Arbeitnehmerbeiträgen. Beide Fälle gehören in den Vertrag; eine Police, die nur die Außenhaftung kennt, lässt den häufigeren Fall offen.

Im Detail

Was bei Wechsel, Verkauf und Ausscheiden passiert

Der Zeitpunkt, an dem eine D&O am ehesten versagt, ist ein Wechsel — im Vertrag oder in der Gesellschaft.

Beim Versichererwechsel muss die Rückwärtsdeckung des neuen Vertrags an den alten anschließen. Fehlt sie, entsteht eine Lücke für alles, was vorher entschieden wurde. Diese Lücke fällt erst auf, wenn der Anspruch kommt.

Beim Unternehmensverkauf endet die Police für neue Meldungen häufig mit dem Kontrollwechsel. Üblich ist dann eine Run-off-Deckung für die abgebende Geschäftsführung, die als Einmalprämie über mehrere Jahre läuft. Sie gehört in den Kaufvertrag, nicht in ein Gespräch danach.

Beim Ausscheiden einzelner Personen gilt: Sie sind nur so lange geschützt, wie die Gesellschaft die Police fortführt und die Nachmeldefrist läuft. Wer geht, sollte sich die Fortführung schriftlich bestätigen lassen — die Entscheidung darüber trifft ab dem Austritt jemand anderes.

Wann das Thema aufkommt

Anlässe, zu denen Betriebe uns darauf ansprechen

Ein Gesellschafter steigt ein oder aus

Mit neuen Gesellschaftern ändern sich Erwartungen und Kontrolle. Gerade beim Ausscheiden entstehen Ansprüche gegen die frühere Geschäftsführung — und dann zählt, wie lange nach dem Ausscheiden noch gemeldet werden kann.

Das Unternehmen gerät in wirtschaftliche Schieflage

Der häufigste Anspruchsteller ist nicht der Wettbewerber, sondern der Insolvenzverwalter. Er prüft Zahlungen nach Eintritt der Insolvenzreife — und nimmt die Geschäftsführung persönlich in Anspruch.

Ein Fremdgeschäftsführer wird bestellt

Wer ohne eigene Anteile führt, haftet trotzdem mit dem Privatvermögen. Für angestellte Geschäftsführer ist die Frage nach der D&O deshalb Teil der Anstellungsverhandlung, nicht eine Sache danach.

360 Grad heisst: Betrieb und Inhaber in einer Betrachtung.

Wir sichern nichts ab, bevor wir es verstanden haben — und wir trennen dabei nicht kuenstlich zwischen Unternehmen und Unternehmer. Faellt der Inhaber aus, steht der Betrieb still; haftet die Geschaeftsfuehrung persoenlich, ist das Privatvermoegen betroffen. Wer beide Seiten einzeln betreuen laesst, bekommt Doppelungen an der einen und Luecken an der anderen Stelle. Deshalb nehmen wir Gewerbe, Mitarbeitervorsorge und private Absicherung in einem Aufwasch auf — und begruenden jede Empfehlung an Ihrem konkreten Risiko, nicht an einem Produktkatalog.

Wie wir arbeiten →  ·  Privat & Vorsorge für Unternehmer →

Häufige Fragen

D&O-Versicherung — kurz erklärt

Wer haftet ohne D&O?

Geschäftsführer und Vorstände haften bei Pflichtverletzungen persönlich und unbegrenzt — mit ihrem Privatvermögen. Die D&O verlagert dieses Risiko auf die Versicherung.

Braucht ein kleines Unternehmen eine D&O?

Sobald es eine angestellte oder haftende Geschäftsführung gibt, ist das Risiko real. Gerade bei Startups mit Fremdkapital wird die D&O oft von Investoren erwartet.

Wer ist versichert?

In der Regel alle Organmitglieder — Geschäftsführer, Vorstände und je nach Vertrag auch leitende Angestellte. Den genauen Kreis legen wir mit Ihnen fest.

Was bedeutet Claims-made und warum ist es so wichtig?

Versichert ist der Anspruch, der während der Vertragslaufzeit erhoben und gemeldet wird — nicht die Pflichtverletzung. Weil Ansprüche gegen Geschäftsführer meist Jahre zurückliegende Entscheidungen betreffen, ist die Rückwärtsdeckung entscheidend. Ohne sie sind genau die Fälle ausgeschlossen, um die es in der Praxis geht.

Ist die D&O in der Insolvenz noch verfügbar?

Das ist der praktisch wichtigste Prüfpunkt, weil der Insolvenzverwalter der häufigste Anspruchsteller ist. Zu klären sind zwei Dinge: ob die Police nach Insolvenzeröffnung fortgeführt wird und wer dann Versicherungsnehmer ist. Eine Deckung, die mit der Insolvenz endet, fehlt genau dann, wenn sie gebraucht wird.

Deckt sie auch Ansprüche des Finanzamts oder der Sozialkassen?

Häufig ja, und das ist einer der praktisch relevantesten Fälle — insbesondere nicht abgeführte Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung, für die Geschäftsführer persönlich einstehen. Vorsätzliches Handeln bleibt allerdings ausgeschlossen, und die Abgrenzung ist im Einzelfall streitig. Dieser Punkt gehört ausdrücklich in den Vergleich.

Betreuen Sie auch Betriebe außerhalb von Köln?

Ja. Unser Sitz ist Köln (Fritz-Hecker-Straße 94, 50968 Köln), betreut werden Betriebe bundesweit. Im Rheinland beraten wir regelmäßig persönlich vor Ort, außerhalb per Video und Telefon. Am Ablauf ändert das nichts — nur die Anfahrt entfällt.

Kommen Sie für ein Erstgespräch in unseren Betrieb?

Im Raum Köln, Bonn, Düsseldorf und Leverkusen regelmäßig — viele Risiken sieht man erst vor Ort: Lager, Maschinen, Abläufe, Zufahrten. Außerhalb des Rheinlands starten wir per Video und kommen dann, wenn die Sache es erfordert. Sie erreichen uns unter 0221 169205 99.

Führungsverantwortung ohne persönliches Risiko.

Wir sehen uns an, was Sie heute abgesichert haben, wo Lücken sind und was davon wirklich dringend ist — kostenlos und unverbindlich.

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Im Erstgespräch geht es um Ihr Risiko, nicht um einen Abschluss. Sie bekommen eine Einordnung — ob daraus ein Vertrag wird, entscheiden Sie später.

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